TUM
Klinikum rechts der Isar Technische Universität München
Neuro-Kopf-Zentrum
Abteilung für Neurochirurgie


Aphasie-Studie

Aphasie-Studie

 
Der Verlust von Sprache hat eine massive Einschränkung im täglichen Leben zur Folge. Die Aphasie raubt die Fähigkeit zur Kommunikation, bringt Denken und Handeln durcheinander und ist eine schwere seelische Belastung

Wir wollen etwas dagegen tun!

Wir möchten Sie hier über eine neuartige Aphasie-Studie in der Abteilung für Neurochirurgie des Klinikums rechts der Isar informieren. Neue Technologien eröffnen in der modernen Medizin Wege, die uns vorher nicht möglich erschienen. Als Universitätsklinikum möchten wir mit intensiver Forschung für unsere Patienten neue Entwicklungen vorantreiben. Unser Motto lautet dabei „Wissen schafft Heilung“.

Die Technologie von morgen

Wir erforschen in dieser Studie, wie die Nervenzellen und ihre Netzwerke im Gehirn Sprache hervorbringen. Dieses Wissen wollen wir nutzen, um eine neuartige Hirn-Computer-Schnittstelle für eine verbesserte Sprachproduktion zu entwickeln.
 

 
Das Besondere an dieser Studie ist ein spezielles Neuroimplantat, das die elektrische Aktivität direkt in der Hirnrinde (Kortex) messen kann. Dieses Implantat ist kleiner als ein Fingernagel und wird in unserer Klinik in einer kurzen Operation in Vollnarkose eingesetzt. Wir verwenden dieses Modell in unserer Klinik bereits seit einigen Jahren. Von außen ist es nicht sichtbar und bringt im Alltag nur wenige Einschränkungen mit sich. Diese Studie wurde von der Ethikkommission von der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München positiv bewertet.

Aktiv sein, dabei sein, gemeinsam etwas erreichen

Nach der Implantation wird die Studie ambulant durchgeführt. Sie kommen jede Woche für jeweils einige Stunden von zu Hause in das neurophysiologische Labor der Klinik. Während Sie Sprachübungen durchführen, messen wir die Aktivität einer Vielzahl von Nervenzellen. Diese Signale können direkt verwendet werden, um Sie zum Beispiel beim Sprechen zu unterstützen. Die Studie dauert 12 bis 24 Monate, danach wird das Implantat wieder in einer kleinen Operation entfernt.

Vorteile

Sie müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

Weitere Voraussetzungen klären wir im persönlichen Gespräch mit Ihnen. Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören! Auch wenn Sie unsicher sind, ob die Studie für Sie in Frage kommt, nehmen Sie gerne direkt mit uns Kontakt auf.


E-Mail: aphasie-studie@mri.tum.de

Unser Team

Prof. Dr. med. Simon Jacob
Forschungsleiter

 

Nach einem Studium an den Universitäten in Freiburg, Heidelberg, London und Harvard und einer Promotion an der Yale University absolvierte er in Tübingen und Berlin die Ausbildung zum Facharzt für Neurologie. Er ist Professor für Translationale Neurotechnologie an der Technischen Universität München und Experte für die neurophysiologischen Mechanismen von komplexen Hirnfunktionen. Seine Arbeit hat zum Ziel, neurologische Störungen in den Bereichen Wahrnehmung, Gedächtnis und Sprache besser zu behandeln.
 
 
 
 

Prof. Dr. med. Bernhard Meyer
Chefarzt

 

Nach Stationen in Erlangen, Chicago, New York, Tübingen und Bonn wurde er als Direktor und Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie an die Technische Universität München berufen. Unter seiner Leitung profitieren Patienten von einer hervorragenden Ausstattung mit medizinischen Geräten auf dem neuesten Stand der Technik, von innovativen Therapien und von der umfassenden medizinischen Betreuung durch hochqualifizierte, engagierte Mitarbeiter. Das Neuro-Kopf-Zentrum im Universitätsklinikum rechts der Isar ist eine der aktivsten Zentren für die Behandlung und Erforschung von Erkrankungen des Nervensystems in Deutschland.
 
 

PD Dr. med. Jens Gempt
Leitender Oberarzt

 

Nach Studium und Promotion in Aachen mit Aufenthalten in Edinburgh, Neu-Delhi und Peking wurde er an der Klinik für Neurochirurgie der Technischen Universität München zum Facharzt für Neurochirurgie ausgebildet. Er ist leitender Oberarzt der Klinik, Koordinator des Neuroonkologischen Zentrums und Sektionsleiter für Funktionelle Neurochirurgie. Als Spezialist für modernste Technologien für die Behandlung von Hirnerkrankungen hat er große Erfahrung mit Neuroimplantaten, die zum Beispiel auch bei Patienten mit der Parkinson-Erkrankung eingesetzt werden.
 
 
 

Forschung gefördert durch: