Studien zu Motoneuronerkrankungen (ALS)

Zur optimalen Versorgung von Patienten mit ALS hat PD Dr. Dr. Winkler gemeinsam mit PD Dr. Johanna Anneser, palliativmedizinischer Dienst der Klinik für Psychosomatik, und Prof. Dr. Gian Domenico Borasio, Universität Lausanne, gerade ein Forschungsprojekt gestartet. Die von der EU geförderte Studie, welche insgesamt 6 Länder einschließt, beschäftigt sich vor allem mit Fragen zurr Lebensqualität der ALS-Betroffenen und Belastung der Angehörigen, aber auch mit einer sinnvollen Stadieneinteilung der ALS, einer stadiengerechten Versorgung der ALS-Patienten sowie sozioökonomischen Aspekten der Erkrankung.

Derzeit werden zwei Medikamentenstudien in der Ambulanz für Motoneuronerkrankungen durchgeführt.
In der ersten Studie wird ein monoklonaler Antikörper (Ozanezumab) oder Plazebo gegen ein schädliches Oberflächenprotein motorischer Nerven, Nogo-A, in 14-tägigem Abstand intravenös verabreicht. Die Idee ist, dass der Antikörper das für die Aussprossung gesunder Nerven hemmende Nogo-A Protein neutralisiert und dadurch, im Idealfall, den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst. Die Studie wird von GlaxoSmithKline (GSK) gesponsert und nimmt keine neuen Patienten mehr auf.

 

Leitung

PD Dr.Dr. Andrea Winkler

PD Dr.Dr. Andrea Winkle

In einer derzeit zweiten Studie wird das Neuroprotektivum Rasagilin, das bereits seit längerem bei der Parkinson Krankheit eingesetzt wird, nun auch bei Patienten mit Motoneuronerkrankung in einer Plazebo-kontrollierten Studie getestet. Die Studie wurde von Wissenschaftlern unter der Federführung von Prof. Ludolph aus Ulm initiiert. Die Rekrutierung neuer Patienten ist mittlerweile abgeschlossen, die Studie läuft aber noch.

Arbeitsgruppen Aktuelle Studien