Liquorlabor

Die Untersuchung des Nervenwassers (Liquor cerebrospinalis) ist in der Neurologie ein wichtiges Standardverfahren. Sie ist für die Diagnose von entzündlichen Erkrankungen (Meningitis / Enzephalitis durch Viren oder Bakterien oder Autoimmunerkrankungen wie der MS) notwendig, erlaubt aber auch z.B. den Nachweis von Hirnblutungen oder Tumorzellen.

Für die Beurteilung des Liquors sind spezielle Geräte und sehr spezifische Fachkenntnisse notwendig. Um optimale Ergebnisse zu gewährleisten, wird in unserer Klinik das Nervenwasser in einem eigenen Liquorlabor analysiert. Unser Labor erfüllte alle Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie (DGLKN).

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Neben dem so genannten Grundprogramm (Zellzahl, Glukose/Laktat, Eiweiß, Immunglobuline, oligoklonale Banden) und der Borrelien-Serologie können zahlreiche weitere neuroimmunologische Parameter bestimmt werden.


 

Elektroenzepholografie (EEG)

Diese Methode ist wichtig für die Abklärung von Bewusstseinsveränderungen, insbesondere bei Verdacht auf eine Epilepsie. Dabei werden zumeist mit Oberflächenelektroden die Hirnströme abgeleitet.

Unser EEG-Labor verfügt über eine stationäre 20-Kanal-Ableiteinheit mit Fotostimulator, eine mobile 9-Kanal-Ableiteinheit sowie eine mobile 20-Kanal-Ableiteinheit für Langzeituntersuchungen (bis 24 Stunden).

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Elektromyografie (EMG)/
Elektroneurografie (NLG)

Bei dieser Untersuchung wird einerseits die Leitfähigkeit der peripheren Nerven gemessen (Elektroneurografie, NLG).Andererseits kann mit Nadelelektroden die elektrische Aktivität der Muskeln gemessen werden (Elektromyografie, EMG), die sowohl bei Erkrankungen des Muskels selbst als auch bei Erkrankungen der peripheren Nerven verändert sein kann.

Unser EMG-Labor besitzt 2 vollwertige Untersuchungseinheiten, an denen alle etablierten Methoden der Myografie und Neurografie erfolgen.

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Evozierte Potenziale (EP)

Die Leitfähigkeit kann nicht nur von peripheren (siehe NLG) sondern auch von zentralen Nerven gemessen werden. Dazu werden durch akustische, visuelle, somatosensorische und magnetische Reize Antwortpotenziale hervorgerufen (lateinisch: evoziert).

Unser EP-Labor bietet alle in der Routine-Diagnostik etablierten Verfahren an. Zudem können wir die Leitfähigkeit bestimmter Schmerzfasern (Aδ- Fasern) mit Hilfe von Hitzereizen messen (CHEPS, contact heat evoked potentials).

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Ultraschalllabor

In 2 vollwertigen Untersuchungseinheiten werden die hirnversorgenden Arterien (extra- und transkraniell) mit Hilfe der Ultraschalltechnik (Doppler- und Duplex-Sonografie) untersucht. Das Ultraschalllabor erlaubt ebenso die Untersuchung der CO2-Reaktivität sowie des Vorliegens eines RechtsLinks-Shunts.

Mit einer mobilen Ultraschall-Untersuchungseinheit können wir zudem Patienten direkt am Bett untersuchen. Ferner stehen je 6 (vom Patienten) tragbare Geräte für 24-stündige Messungen von EKG und Blutdruck zur Verfügung.

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