Neuromuskuläre Erkrankungen

Neuromuskuläre Erkrankungen führen zu einer Schwäche oder vorzeitigen Ermüdbarkeit der Muskulatur. Die Ursachen sind vielfältig: Es kann eine Störung der Kraftentwicklung im Muskel selbst, eine Störung des Zusammenspiels zwischen Nerv und Muskel, eine Schädigung der versorgenden peripheren Nerven oder eine Schädigung der motorischen Neurone in Rückenmark und/oder Gehirn zu Grunde liegen. Entsprechend gehören hierzu ganz unterschiedliche Erkrankungen: erworbene oder erblich bedingte Myopathien, die myasthenen Syndrome (z.B. die Myasthenia gravis), die hereditären oder entzündlichen Neuropathien (z.B. HMSN oder CIDP/GBS) und die Motoneuron-Erkrankungen (z.B. Amyotrophe Lateralsklerose ALS und spinale Muskelatrophie SMA).

In unserer Klinik stehen alle Möglichkeiten zur Diagnose einer neuromuskulären Erkrankung zur Verfügung. Hierzu zählen neben speziellen Laboruntersuchungen insbesondere eine detaillierte elektrophysiologische Untersuchung: Elektroneurographie (ENG) einschließlich repetitive Stimulation, Elektromyographie (EMG), Evozierte Potentiale (EP); die Nervenwasseruntersuchung und die Möglichkeit zur Nerven- und Muskelbiopsie. Auch molekulargenetische Diagnostik und eine genetische Beratung bieten wir an.

Unsere Klinik ist Teil des Muskelzentrums Bayern-Süd in dessen Rahmen wir auch Hilfsmittel- und Sozialberatung der Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) anbieten. Vor allem bei den Muskelerkrankungen pflegen wir eine intensive Kooperation mit dem Friedrich-Baur-Institut - hier werden z.B. unsere Biopsien mit modernsten Methoden aufgearbeitet. Unsere besonderen therapeutischen Schwerpunkte sehen wir im Bereich der Myasthenie, der Motoneuron-Erkrankungen und der entzündlichen Neuropathien.

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